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Dead-end Jobs:
Precarious Work in Central and Eastern Europe – and Germany

Diskurs | In englischer Sprache

Mit: Dragana Bubulj (Projekt „Faire Mobilität“ des Deutschen Gewerkschaftsbundes, Stuttgart), Jost Maurin (taz, Berlin), Valer Simion Cosma (Zalău Museum für Kunst und Geschichte, Zalău)
Moderation: Gabriele Freitag (Deutsche Gesellschaft für Osteuropakunde, Berlin)

Input: Gianina Cărbunariu (Teatrul Tineretului, Piatra Neamț)

Sie arbeiten in Schlachthöfen und Industriewäschereien, auf Baustellen, in Müllsortierungsanlagen und am Fließband. Unregulierte Arbeitszeiten, Nachtschichten, Löhne, die kaum die existentiellen Grundlagen abdecken, Arbeit, die gefährlich und gesundheitsschädlich ist. Dies ist der Alltag von Hunderttausenden in Osteuropa – aber ebenso von Saisonarbeiter*innen in Deutschland.

Durch die Covid-19-Pandemie sind prekäre Arbeitsverhältnisse in Deutschland sichtbarer geworden: Aufgrund mangelnder Schutzvorkehrungen am Arbeitsplatz und den beengten Umständen in Sammelunterkünften und Wohncontainern haben sich viele Arbeitskräfte aus dem östlichen Europa mit dem Virus infiziert. Wie durch ein Brennglas zeigt die Pandemie die Missstände auf. Welche sozialen Hintergründe in den Heimatländern veranlassen die Menschen, sich auf solche Arbeitsbedingungen einzulassen? Wie funktioniert dieses System unter den Arbeitsrechtsbedingungen in Deutschland? Wer profitiert davon? Und kann die aktuelle Aufmerksamkeit für eine nachhaltige Verbesserung der Arbeitssituation von Saisonarbeiter*innen in Deutschland genutzt werden?

Eine Kooperation zwischen der Deutschen Gesellschaft für Osteuropakunde und der Volksbühne Berlin

Die Veranstaltung wird hier und den Facebook-Seiten von DGO und der Volksbühne live gestreamt. Über den Zoom-Chat gibt es die Möglichkeit, Fragen zu stellen. Hier finden Sie den Link dazu. 

 

Dragana Bubulj arbeitet seit 2017 als Beraterin im Projekt “Faire Mobilität” und berät überwiegend Menschen aus den post-jugoslawischen Staaten. Neben Bosnisch/Kroatisch/Serbisch berät Frau Bubulj auf Deutsch und Englisch. Sie ist ausgebildete Pädagogin und ist als Lehrbeauftragte an der Pädagogischen Hochschule in Ludwigsburg tätig, an der  sie auch promoviert.

Gianina Cărbunariu ist Regisseurin, Theaterautorin, Leiterin des Teatrul Tineretului und seit 2017 Kuratorin des Theater Festival in Piatra Neamț. Ihre fiktionalen Skripte beruhen meist auf gut dokumentierten Interviews und Archivrecherchen. Ihre Stücke wurden von freien Produktionsverbänden wie dramAcum und Piese Refractare inszeniert, in Kollaboration mit rumänischen Staatstheatern (dem National Theater in Sibiu, dem Odeon Theater, dem Small Theatre in Bukarest und dem Hungarian State Theater), und an internationalen Staatstheatern (dem Centro Dramatico Nacional in Madrid, der Emilia Romagna Teatro Fondazione (ERT) in Modena und an den Kammerspielen in München).

Valer Simion Cosma ist Historiker. Er arbeitet als wissenschaftlicher Mitarbeiter am Zalău Museum für Kunst und Geschichte und als Postdoc an der Fakultät für Theater und Fernsehen an der Universität Babes-Bolyai in Cluj. Gemeinsam mit Cornel Ban und Daniela Gabor ist er Co-Autor der Studie The Human Cost of Fresh: East European Workers and the European Food Supply Chain, für die er die strukturellen Ursachen von Arbeitsmigration in ländlichen Räumen untersucht hat.

Gabriele Freitag ist Geschäftsführerin der Deutschen Gesellschaft für Osteuropakunde / DGO in Berlin. Zuvor war sie wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Forschungsstelle Osteuropa der Universität Bremen, Programmdirektorin der Stiftung Erinnerung, Verantwortung und Zukunft und Geschäftsführerin der Berliner Graduiertenschule Muslimische Kulturen und Gesellschaften an der Freien Universität Berlin.

Jost Maurin ist Redakteur für Wirtschaft und Umwelt bei der taz. Er schreibt vor allem zu Ernährungsfragen – etwa über Agrarpolitik, Gentechnik, Pestizide, Verbraucherschutz und die Lebensmittelindustrie. 2018, 2017 und 2014 erhielt er den Journalistenpreis Grüne Reportage, 2015 den Bester Zweiter beim Deutschen Journalistenpreis. Bevor Maurin zur taz kam, war er Redakteur bei der Nachrichtenagentur Reuters und Volontär bei der Süddeutschen Zeitung.