POSTWEST band POSTWEST band

POSTWEST_Shot

von und mit dem Ensemble der Volksbühne | Volksbühne Berlin, Berlin/Deutschland

Die POSTWEST_Shots fanden vom 11.01.-07.03. im Vorfeld des Festivals statt.

Im Januar 2020 starteten sie: die POSTWEST_Shots mit dem Ensemble! Mit künstlerischen Shots, kurz und knackig, leichtfüßig und experimentell, luden die Schauspieler*innen und Regieassistent*innen ein, bereits vor dem Festival das Diskursfeld „POSTWEST“ zu erkundigen. Los ging’s immer 40 Minuten vor Beginn einer Repertoirevorstellung im Großen Haus der Volksbühne.

 


The-Incredible-Ostgrützen-Kino

Mit: Emma Rönnebeck, Sarah Franke
07.03.20, 18:50

"DARAUF HABEN SIE LANGE GENUG GEWARTET!"

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Erleben Sie das lebendigste, rasanteste, umständlichste und komfortloseste KINO, das es je gab. Es kostet nichts, höchstens Nerven, und es taucht genauso schnell auf, wie es wieder entschwindet.

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The-Incredible-Ostgrützen-Kino. Ein Erlebnis, das man schnell vergessen möchte, aber einfach nicht kann.

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Kinoleitung: Jan Jordan
Filmvorführerinnen: Emma Rönnebeck, Sarah Franke
Support: Matthias Schulz

 


Die zweite der vier Jahreszeiten
Impressionistische Miniaturen nach Sándor Márais Die vier Jahreszeiten

Mit: Jan Jordan
22.02.20, 18:50

Der Romancier Sándor Márai reist weiter. Auch nach dem ersten Jahreszeitenbesuch in der Volksbühne bleibt er rastlos. Er macht weiter einen Bogen um die ungarische Heimat, schreibt auf allen Sprachen, die er beherrscht, auf Deutsch, Italienisch, Englisch und dann doch immer wieder auf Ungarisch. Noch ist es lange hin bis zu seinem Selbstmord unter der Sonne Kaliforniens, noch kann er schreiben und beschreiben, wie sich die Welt um ihn herum entfaltet. Im Frühling, wenn die Blumen ausschlagen.

Márai ist ein Oxymoron als Autor und als Mensch. Zwischen Heimatverbundenheit und Ablehnung schwankend, lebt er als Reisender. Eine der wenigen Konstanten: der Wechsel der Jahreszeiten. Wo er auch ist, die Monate kehren wieder und wieder.

1938 erscheint der Band Die vier Jahreszeiten, in denen er seine wandelnde Welt in Monate zu sortieren versucht. Seine winzigen, feinen Erzählungen beschreiben Einsamkeit und Sehnsucht, Fern- und Heimweh. Gefühle, die wir alle haben; in Ost und West, mit festem Wohnsitz und ohne.

In vier Teilen folgen wir den Jahreszeiten Márais, unchronologisch wie sein Leben und doch mit der Klarheit und dem Zauber seiner Sprache.

Nach dem Winter folgen die Frühlingsmonate kurz bevor es auch in Berlin 2020 Frühling wird.

Künstlerische Einrichtung: Charlotte S. Garraway, Elif Sözer und Nina Lopac

 


Die erste der vier Jahreszeiten
Impressionistische Miniaturen nach Sándor Márais Die vier Jahreszeiten

Mit: Katja Gaudard
08.02.20, 18:50

Er war ein Rastloser. Ein Ruheloser. In den 89 Jahren seines Lebens kreiste der Romancier Sándor Márai in immer weiteren Kreisen um seine Heimat Ungarn. Geboren in das Ende des langen 19. Jahrhunderts erlebte er zwei Weltkriege, den Faschismus, Sozialismus, wurde vertrieben und getrieben. Schreibend auf Deutsch, Italienisch, Englisch und dann doch immer wieder auf Ungarisch, versucht er sich die Welt aus sich selbst heraus und den Beobachtungen, die er trifft, zu erklären. Bis er schließlich nichts mehr erklären kann und sich im Alter von 89 in San Diego das Leben nimmt.

Márai ist ein Oxymoron als Autor und als Mensch. Zwischen Heimatverbundenheit und Ablehnung schwankend, lebt er als Reisender. Eine der wenigen Konstanten: der Wechsel der Jahreszeiten. Wo er auch ist, die Monate kehren wieder und wieder.

1938 erscheint der Band Die vier Jahreszeiten, in denen er seine wandelnde Welt in Monate zu sortieren versucht. Seine winzigen, feinen Erzählungen beschreiben Einsamkeit und Sehnsucht, Fern- und Heimweh. Gefühle, die wir alle haben; in Ost und West, mit festem Wohnsitz und ohne.

In vier Teilen folgen wir den Jahreszeiten Márais, unchronologisch wie sein Leben unsortiert war und doch mit der Klarheit und dem Zauber seiner Sprache.

Wir beginnen im Winter, wenn der Januar uns in die Betten fesselt und der Februar sich nur langsam aus dem Grau Richtung März begibt.

Künstlerische Einrichtung: Charlotte S. Garraway, Elif Sözer und Nina Lopac
 

 


Ordnung ist kein Teil unserer Verabredung mit der Zukunft!
Ausschnitte aus Brief an Demetriusz von Juliane Zöllner

Mit: Johanna Bantzer und Sir Henry
25.01.20, 18:50

„Ordnung ist eine Fiktion. Ordnung ist der Ursprung von allem Bösen. Gerade weil Ordnung für Realität gehalten wird. Ordnung jedenfalls macht, dass man nur das sieht, was ordentlich ist. Durch Ordnung missverstehen sich Menschen. Ordnung ist an Kindesmissbrauch, Sadismus, Intrige, Unterdrückung, Ausbeutung, Kapitalismus Schuld. Ordnung ist an Ordnung Schuld. Fast alle Kriege wurden durch Ordnung verursacht.“

Was macht eine Putzfrau, wenn sie nicht das tut, wofür ihr Name steht? Na, sie denkt und schreibt und entwirft ein Manifest, das ihren Berufsstand in den Grundfesten erschüttert.

„Man stelle sich ein Zimmer vor, in dem alle Uhren falsch gestellt sind: Das ist Ordnung. Ordnung ist kein Teil unserer Verabredung mit der Zukunft.“

Künstlerisch eingerichtet von: Jan Jordan und Eleonore Carrière

Mit herzlichem Dank an alle beteiligten Gewerke der Volksbühne Berlin.
Danke an Juliane Zöllner und den Verlag Matthes & Seitz Berlin.

 

Das neue Leben des Herrn Dracula und das einer Prophetin

Mit: Sarah Franke und Manolo Bertling
11.01.20, 18:50

„Heute wurde unter meiner Leitung der letzte Caisson unter dem Pfeiler des letzten Jochbogens einzementiert. Die Bauarbeiten an der größten Brücke, die das westliche Mitteleuropa mit dem nördlichen Osteuropa verbindet.“ – Endlich in Berlin angekommen, stellt sich trotz des Brückenerfolges das Tête-à-Tête Draculas mit einer Prophetin als schwere Krise heraus: „Mein Herz! Ich kriege keine Luft! Ich bin doch kein Mensch, ich kenne so etwas doch nicht! Und wo sind meine gierigen, bösen Gedanken zur Vernichtung dieses Menschenpacks?“

Künstlerische Einrichtung: Constanze Schüddekopf, Sabine Zielke, Eleonore Carrière

Herzlichen Dank an die Kolleginnen und Kollegen von Technik, Ton/Video, Beleuchtung, Maske, Requisite, Abenddienst.